Digitalisierung und KI als Chance

Inhalt

Künstliche Intelligenz ist in der Treuhandbranche angekommen. Sie verändert, wie Informationen gesucht, Dokumente verarbeitet, Fachfragen recherchiert und administrative Arbeiten erledigt werden. Für Treuhandunternehmen eröffnet dies neue Möglichkeiten, Prozesse effizienter zu gestalten und mehr Zeit für jene Aufgaben zu gewinnen, bei denen persönliche Beratung, Erfahrung und unternehmerisches Verständnis entscheidend sind.

Gleichzeitig stellt der Einsatz von KI die Branche vor neue Fragen. Gerade im Treuhandumfeld spielen Datenschutz, Vertraulichkeit, Qualität und Verlässlichkeit der verwendeten Informationen eine zentrale Rolle. Für TREUHAND|SUISSE war deshalb klar: Die Aufgabe des Verbandes besteht nicht darin, einem technologischen Trend zu folgen, sondern den Mitgliedern einen praxisnahen und verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien zu ermöglichen.

Eine KI-Lösung für die Treuhandpraxis

Mit TREUHAND|SUISSE GPT wurde im Berichtsjahr ein wichtiger Schritt in diese Richtung gemacht. TREUHAND|SUISSE entwickelte eine KI-Plattform, die speziell auf die Bedürfnisse der Treuhandbranche ausgerichtet ist. Die Anwendung basiert auf Schweizer Technologie; die Daten werden in der Schweiz gespeichert und verarbeitet.

Mitglieder erhalten über ihren gewohnten Verbandslogin Zugang zu branchenspezifischen KI-Werkzeugen. Bereits verfügbar ist TREX-GPT: Der Assistent greift gezielt auf die Fachbeiträge der letzten fünf Jahre der Fachzeitschrift TREX zurück und ermöglicht damit eine quellenbasierte Recherche innerhalb dieses Fachwissens.

Im Berichtsjahr wurde gleichzeitig der nächste Entwicklungsschritt vorbereitet und gestartet. Im Zentrum standen der Aufbau von 26 kantonalen Steueragenten sowie die Anbindung an die juristische Datenbank LexFind. Ziel ist es, den Mitgliedern einen schnelleren und verlässlicheren Zugang zu kantonsspezifischem Steuer- und Rechtswissen zu ermöglichen und damit den Rechercheaufwand im Treuhandalltag zu reduzieren.

Technologie und Fachwissen zusammenbringen

Entscheidend ist dabei nicht allein die technische Entwicklung. Die Qualität der Inhalte muss ebenso sichergestellt werden. Deshalb wurde für die kantonalen Steueragenten ein dezentrales Prüfverfahren vorgesehen: Die zuständigen Sektionen prüfen ihren jeweiligen Steueragenten fachlich, bevor dieser für die Nutzung freigegeben wird. Damit verbindet TREUHAND|SUISSE technologische Möglichkeiten mit dem Fachwissen innerhalb des Verbandes.

TREUHAND|SUISSE GPT ist damit nicht als abgeschlossenes Produkt angelegt, sondern als Plattform, die schrittweise weiterentwickelt werden kann. Vorgesehen sind unter anderem die Einbindung weiterer Rechtsgrundlagen und Bundesgerichtsentscheide sowie später zusätzliche Fachgebiete und Wissensquellen.

KI verändert die Arbeit – nicht die Verantwortung

So gross das Potenzial neuer Technologien ist: Die fachliche Verantwortung bleibt beim Menschen. KI kann Informationen schneller zugänglich machen, bei Recherchen unterstützen und Routinearbeiten vereinfachen. Die Beurteilung eines konkreten Sachverhalts, die Qualitätssicherung und insbesondere die persönliche Beratung der Kundinnen und Kunden bleiben jedoch zentrale Aufgaben der Treuhandfachpersonen.

Für TREUHAND|SUISSE geht es deshalb nicht um die Frage, ob künstliche Intelligenz die Branche verändern wird. Entscheidend ist, wie wir diese Entwicklung nutzen. Im Berichtsjahr wurden dafür erste konkrete Grundlagen geschaffen – mit dem Ziel, den Mitgliedern Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, die einen echten Nutzen im Berufsalltag schaffen und gleichzeitig den hohen Anforderungen der Treuhandbranche Rechnung tragen.

Zu unserer Webseite
Diese Website ist auf wpml.org als Entwicklungsseite registriert. Wechseln Sie zu einem Produktions-Website-Schlüssel, um remove this banner.